Deauville: „Erst die Rennbahn, dann die Kirche!“
Das mondäne Seebad in der Normandie ist eine Stadt vom Reißbrett. Sie entstand in nur vier Jahren Bauzeit und war eine Idee des pferdeverrückten Duc de Mornay. Dabei gab es für ihn ganz eindeutige Prioritäten: Der Pariser Lebensstil sollte nach Deauville transportiert werden, und eine Pferderennbahn mitten in der Stadt gehörte unwiderbringlich dazu. Eigentlich begann alles mit dem Nachbarort Trouville, seit 1840 ein beliebter Badeort. Doch dann ließ Duc de Mornay seinen Blick über die Marschen jenseits des kleines Flusses Touques schweifen und meinte: „Das kann ich besser“. Gemeinsam mit einem kleinen Konsortium aus Aristokraten, Bankern und Bauunternehmern machte man sich 1860 daran, einen neuen Treffpunkt der Pariser Haute Volée zu kreieren. Immobilien-Spekulation, — die Aufteilung des Landes in Parzellen und nach Wertsteigerung Verkauf an Privatiers — stand im Hauptinteresse, und sollte sich schließlich als erfolgreich erweisen. Der passionierte Pferdefreund Mornay, ein Halbbru...








